Sonntag, 6. Dezember 2015

Geschenkidee: Schwesternbuch

Wie der Stein ins Rollen kam

Diese Idee ist mir während des Lesens von „Was fehlt, wenn ich verschwunden bin“ gekommen. Diese unglaubliche Liebe zwischen den Geschwistern ist der Wahnsinn. Sie hat mich tief berührt und mir wieder vor Augen geführt, wie sehr ich meine Schwestern liebe. Ich habe sie selbstverständlich immer lieb, aber wenn man so etwas liest, wird einem noch viel deutlicher klar, wie wichtig sie einem sind. Das wollte ich irgendwie mit ihnen teilen.



Was will ich damit erreichen?

Das Ziel an der Sache wäre, dass sie einmal viel lernen, da einige sehr schlaue und tiefsinnige Dinge in dem Buch stehen. Außerdem würden sie vielleicht auch an ihre Liebe zueinander erinnert. Es ist nicht so, dass wir uns hassen oder niemals miteinander reden! Wir haben uns nur wegen verschiedener Ereignisse auseinander entwickelt und stehen uns jetzt nicht mehr sehr nahe. Seit Beginn meiner Ausbildung versuche ich Schritt für Schritt, das zu kitten, aber es scheint sich nichts zu ändern. Dabei hätte ich gerne eine engere Bindung zu den beiden.

Die erste Idee: Ein familieninternes Wanderbuch?

Also habe ich überlegt, was ich machen kann. Irgendetwas mit diesem Buch. Markiere ich einfach alle Stellen, die mir gefallen, und gebe das Buch dann wie ein Wanderbuch weiter an die beiden? Dann könnten sie ihre Anmerkungen hinzufügen und am Ende hätten wir ein Buch, in dem alle unsere Gedanken zusammenkommen.
Leider lesen meine beiden Süßen nicht besonders gerne und auch nicht viel. Ich müsste eeewig auf eine Rückmeldung warten. Vielleicht würde ich auch nie eine bekommen. Ich will sie auch nicht stressen. Es soll mehr ein Geschenk als eine Aufgabe sein.


Wie ich es letztendlich mache

Da mein erster Lösungsvorschlag nicht besonders gut war und mir nicht viel anderes eingefallen ist, halte ich es etwas simpler. Ich kaufe für jede dieses Buch. Vorne schreibe ich eine persönliche Widmung rein. Ich bin mir noch nicht sicher was. Aber es wird etwas Schönes sein, das von Liebe und Zusammenhalt spricht.
Außerdem schreibe ich einen Brief. Dieser soll meine Gefühle, meine Wünsche, Träume und Ziele verdeutlichen. Und ihnen zeigen, wie gern ich sie habe. Der Brief ist schon fertig. Ich werde wohl beiden denselben schreiben, nur mit geänderten Namen. Das hat nichts mit Faulheit zu tun. Ich möchte nur beiden dasselbe sagen. Außerdem könnte sich sonst eine von beiden wieder ausgeschlossen vorkommen oder übergangen oder weniger wertvoll... Es gibt immer tausend Gründe für Streit und verletzte Gefühle. Ich hoffe nur, sie bemängeln nicht die fehlende Individualität, falls sie sich über den Brief unterhalten sollten. Sonst schreibe ich einfach drunter, dass die jeweils andere denselben Brief erhalten hat. Rechtliche Absicherung! ;P
Ich habe noch eine Idee! Damit mein „unpersönlicher“ Brief und die ebenso „unpersönliche“ Widmung (da für zwei Leute) vielleicht für Unmut sorgen könnten, verbinde ich diese Aktion einfach mit etwas positivem Feedback. Es schadet nie, auch zwischendurch ein wenig Positivität, Selbstvertrauen und Glück zu verteilen, nicht wahr? Also werde ich noch einen kleinen „Das mag ich an dir“-Zettel zu dem Buch und dem Brief packen.

Ich bin jedenfalls gespannt, ob dieses Projekt von Erfolg gekrönt sein wird. Ob meine Schwestern begreifen, dass ich ihnen dadurch einen Teil meines Herzens anbiete. Das ist eine wichtige Sache. Ich bin bestimmt enttäuscht, wenn die Rückmeldung wenig begeistert ist. Aber ich habe es versucht!

Übrigens ist das ein perfektes Weihnachtsgeschenk! Zwei Fliegen mit einer Klappe, oder was? :D
Natürlich werde ich ihnen noch etwas beilegen, dass sie sich gewünscht haben. Schließlich sind unverlangte Geschenke meist blöde Geschenke. Ich will ihnen Weihnachten nicht wegen meiner persönlichen Wünsche versauen.

Was hältst du von dieser Idee? Ist sie zum Scheitern verurteilt oder willst du deinen Geschwistern auf einem ähnlichen Weg Liebe schenken?  

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