Freitag, 16. September 2016

Mangarezension: "Diener des Mondes" von Yui Kikuta

Titel: Diener des Mondes

Originaltitel: Hoshi no ame tsuki no geboku 

Mangaka: Yui Kikuta

Übersetzer: Kaja Chilarska

Anzahl der Bände: 2

Verlag: Tokyopop

Erscheinungsjahr: 2016

Seitenzahl: 196 und 292

Genre: Fantasy; Boys Love

Altersempfehlung: ab 15 Jahren

Leseprobe: *klick*

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Klappentext:  

"Das hier ist keine normale Firma ..." 
T.M. Job vermittelt Personal der Unterwelt: Personen und Wesen mit übernatürlichen Fähigkeiten, Informationsterroristen und ritterliche Kämpfer. Um dort eine Anstellung zu bekommen, muss der junge Sozon als Aufnahmeprüfung einen weiteren Neuling rekrutieren. Doch der ist ein Werwolf, an dem bereits einige Vorgänger gescheitert sind. Wird Sozon es schaffen, ihn zu überzeugen, oder findet seine Karriere bei T.M. Job ein jähes Ende, noch bevor sie so richtig begonnen hat?


Meinung: 

Die Cover finde ich sehr ansprechend. Die Farben sind toll. Fällt jemandem auf, dass Band 1 viel dunkler ist im Vergleich zu Band 2? Oder das Zahnrad in der Schrift? Tolle Details!

"Diener des Mondes" ist ein wenig problematisch als Titel. Natürlich kann man ihn auf Vi, den Werwolf, beziehen. Ich hätte etwas anderes gewählt. Glücklicherweise hat die Mangaka gegen Ende des zweiten Bandes im Nachwort erklärt, wie es zu dem Titel kam und wofür er steht. Seitdem mag ich ihn etwas mehr! ;)

Den Zeichenstil würde ich mehr in der Shojo- als in der Shonen-Ecke einordnen. Die Linien sind zu weich und detailverliebt, die Augen zu groß und die Jungs zu niedlich. Mir gefällt es. Außerdem bestärkt er mein Gefühl, dass der Manga zumindest teilweise zur Boys Love zu zählen ist.

Die Geschichte hat ihre Schwächen. T.M. Job als Firma, in der außergewöhnliche Wesen arbeiten, ist immer noch eine tolle Idee. Auch die Leseprobe hat mir sehr gefallen. Leider hält der Manga das, was er dort verspricht, nicht. Zwei Bände reichen grundsätzlich nicht, um eine ausschweifende Geschichte zu erzählen, auch wenn der zweite Teil um einiges dicker ist als der erste. Wenn man ein Fantasy-Setting hat, ist es noch schwieriger, platzsparend eine überzeugende Story auf die Beine zu stellen.
Im ersten Band klappt der Aufbau der Geschichte noch. Der Manga ist spannend und überzeugend. Man ist neugierig und fragt sich, wie es weitergehen wird. Band 2 macht das leider kaputt. Es gibt eine Wendung, die mich nicht überzeugt. Außerdem wird der Fokus stark auf zwischenmenschliche Beziehungen gelegt, was mich grundsätzlich nicht stört, aber wegen der Wendung dann doch doof ist.
Neben Sozon und Vi tauchen übrigens einige andere Charaktere mit interessanter Backstory auf!

Fazit:

3*
Auch wenn mir der erste Band sehr gefallen hat, entfernt sich die Geschichte im zweiten viel zu sehr von dem, was zuvor erzählt wurde. Mir sagt das nicht zu. Trotzdem ist der Manga nicht schlecht gezeichnet und die Idee ist auch nicht übel. Es gibt bestimmt einige Leute, die mit dem zweiten Band nicht so unzufrieden sind wie ich. Also lass es ruhig auf einen Versuch ankommen, wenn du interessiert bist. ;)


Was hältst du von "Diener des Mondes"? Hinterlasse gerne einen Kommentar dazu, auch wenn du anderer Meinung bist als ich.

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